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Schulbroschüre

Vorwort

Sehr geehrte Eltern!


Das Gymnasium Rodenkirchen mit seinen 1.320 Schülerinnen und Schülern sowie
circa 106 Lehrerinnen und Lehrern ist seit seiner Gründung im Jahre 1965 ein fester
Bestandteil Rodenkirchens. Es wird überwiegend von Schülerinnen und Schülern
unseres Stadtbezirks und den übrigen Stadtteilen des Kölner Südens besucht.
Diese Broschüre soll Ihnen helfen, unsere Schule und ihr besonderes Profil kennen
zu lernen. Wir möchten Ihnen alles Wissenswerte über die Ausstattung, das
Unterrichtsangebot, die pädagogischen Zielsetzungen und ergänzende Angebote
vorstellen.
Die Verkürzung der Schulzeit auf zwölf Jahre hat in den letzten Jahren einige
Veränderungen bewirkt, die auch deutlich in unserer Schule sichtbar werden. So
haben auch die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I an bis zu zwei
Nachmittagen Unterricht. Wir freuen uns, allen Schülerinnen und Schülern in der
Mittagspause ein warmes und gesundes Mittagessen in unserer neu ausgebauten
Mensa anbieten zu können. Darüber hinaus bieten wir pädagogische Betreuung während der Mittagspause und, falls gewünscht, an vier Wochentagen bis 16.00 Uhr. Das Gymnasium Rodenkirchen hat am Modellprojekt Selbstständige Schule teilgenommen, das mit dem Schuljahr 2007/2008 ausgelaufen ist. Die Landesregierung NRW hat für die am Projekt beteiligten Schulen besondere Spielräume geschaffen, die uns die konsequente Umsetzung unseres Schulprogramms mit seinen pädagogischen, methodischen und fachlichen Schwerpunkten ermöglicht haben. Jüngstes Beispiel ist die Einführung des Lehrerraumprinzips, dessen individuelle Raumgestaltung und Raumausstattung für die Qualität des Unterrichts eine erhebliche Rolle spielt.
Die hervorragende Ausstattung unserer Schule wäre angesichts immer knapper
werdender Mittel ohne die Hilfe des Fördervereins, d. h. der Elternschaft unserer
Schule, nicht in diesem Maße möglich. Unser Schulprogramm, das die Grundwerte
des Zusammenlebens sowie die Schwerpunkte der Erziehung und der Ausbildung an
unserer Schule enthält, ist in gemeinsamer Arbeit von Schülerinnen und Schülern,
Eltern und Lehrerinnen und Lehrern entstanden. In dieser engen Zusammenarbeit
zeigt sich ein hohes Maß an Identifikation. Wir würden uns freuen, auch Sie und
Ihr Kind bald als Mitglieder unserer Schulgemeinde begrüßen zu dürfen.
Mit freundlichen Grüßen


Ihre
Almuth Roselieb
Schulleiterin

Unterricht

Unterricht

Die allgemeinen Ziele des Unterrichts am Gymnasium Rodenkirchen sind die Vermittlung und der Erwerb von „grundlegender Allgemeinbildung und Fachwissen auf anspruchsvollem wissenschaftlichen Niveau „Kreativität, Selbstständigkeit und der Fähigkeit zu ganzheitlichem und fächerübergreifendem Arbeiten „ demokratischen Werten und Verhaltensformen, insbesondere von Zivilcourage gegen Extremismus und Gewalt.“

(Schulprogramm Gymnasium Rodenkirchen)

Die einführende Übersicht über den Aufbau der Schullaufbahn am Gymnasium kann Ihnen helfen, die Zielsetzungen unseres Schulprogramms besser einzuordnen und zu verstehen. Sie gilt für alle, die ab dem Schuljahr 2005/2006 auf dem Gymnasium eingeschult werden.

Jahrgangsstufen 5 und 6 Erprobungsstufe

Jahrgangsstufen 7 - 9 Mittelstufe

Jahrgangsstufen 10 - 12 Oberstufe (Sekundarfstufe II)

In der Erprobungsstufe bilden die Jahrgangsstufen 5 und 6 eine Einheit, an deren Ende entschieden wird, welche Schulform für eine Schülerin oder einen Schüler am besten geeignet ist. Der Unterricht erfolgt im Klassenverband. Das bleibt auch in den Jahrgangsstufen 6 bis 9 so, Religion und der Differenzierungsbereich ausgenommen, für die klassenübergreifende Gruppen gebildet werden. Die Wahl der zweiten Fremdsprache (Beginn Jgst. 6) erfolgt bei der Anmeldung, so dass wir die Sprachenwahl bei der Klassenbildung berücksichtigen können.

Mit der Jahrgangsstufe 10 beginnt die Einführungsphase der Oberstufe (Sekundarstufe II). Der Unterricht findet nicht mehr im Klassenverband, sondern in Kursen statt, d. h. die Schülerinnen und Schüler können ihre weitere Schullaufbahn nach bestimmten ministeriellen Vorgaben individuell gestalten. Nach erfolgreichem Abschluss der Jahrgangsstufe 10 ist die Fachoberschulreife erreicht.

Schlüsselqualifikationen

Die Schülerinnen und Schüler sollen in ihrer Entwicklung zu gebildeten, selbstbewussten, toleranten und teamfähigen Menschen unterstützt werden.

  1. Daraus ergeben sich als pädagogische Schwerpunkte:
  2. die Vermittlung von Grundwissen, das zum Studium befähigt
  3. die Ausbildung von Schlüsselqualifikationen
  4. das Lernen im Sinne einer offenen Schule

  Schlüsselqualifikationen, die wir für wichtig halten und fördern möchten, sind:

  1. Methodenkompetenz
  2. Lern- und Leistungsbereitschaft
  3. Kooperations- und Teamfähigkeit
  4. Verantwortungsbereitschaft auch über das Schulleben hinaus
  5. Kommunikationsfähigkeit
  6. Mut zur Umsetzung eigener Ideen
  7. Empathie/Einfühlungsvermögen
  8. Die Fähigkeit, individuelle Stärken zu erkennen, zu nutzen und weiter zu entwickeln, sich aber auch mit Schwächen konstruktiv auseinander zu setzen.“

(Schulprogramm Gymnasium Rodenkirchen)

Wir beginnen mit der Vermittlung dieser Schlüsselqualifikationen in der Jahrgangsstufe 5. Die ersten drei Unterrichtstage verbringen unsere neuen Schülerinnen und Schüler ausschließlich mit ihren Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern. Sie lernen mit Hilfe eines speziellen Programms die Schule kennen und trainieren Sozialkompetenz und methodisches Lernen. Letzteres wird im Verlauf der Jahrgangsstufe 5 anhand spezieller Unterrichtseinheiten vertieft und erweitert.

Ein weiterer Bestandteil des Methodenlehrplans in der Jahrgangsstufe 5 ist die systematische Einführung aller Schülerinnen und Schüler in die Arbeit mit dem PC.
Für die Jahrgangsstufe 6 organisieren wir (kostenpflichtige) Tippkurse in der Schule, in denen das Zehnfingersystem vermittelt und trainiert wird.
Im weiteren Verlauf der Sekundarstufe I gewährleisten durch die Fachkonferenzen festgelegte Lern- und Übungsbausteine – z. T. fächerübergreifend und ebenfalls in Verbindung mit speziellen Methodentagen - , dass alle Schülerinnen und Schüler die genannten Schlüsselqualifikationen erwerben und trainieren.

Fachunterricht

In der Sekundarstufe I werden die Schülerinnen und Schüler nach einer vom Ministerium festgelegten Kontingentstundentafel in Deutsch, Mathematik, den Fremdsprachen, den Natur- und Gesellschaftswissenschaften und den musischen Fächern Musik und Kunst unterrichtet. (Nicht jedes Fach wird in jeder Jahrgangsstufe erteilt, genaue Angaben dazu finden Sie auf unserer Homepage).
Die Ausbildung in Fremdsprachen, insbesondere in den lebenden Sprachen, ist ein besonderer Schwerpunkt unseres Gymnasiums.

Alle Schülerinnen und Schüler führen in der Jahrgangsstufe 5 Englisch als erste Fremdsprache fort. In der Jahrgangsstufe 6 können sie dann zwischen Latein und Französisch als zweiter verpflichtender Fremdsprache wählen.
Wer sich in der Jahrgangsstufe 6 für Latein entscheidet und dieses Fach am Ende der Jahrgangsstufe 9 mit mindestens der Note „ausreichend“ abschließt, erwirbt das Kleine Latinum, Entsprechendes gilt am Ende der Jahrgangsstufe 10 für das (Große) Latinum, das an vielen Universitäten und Hochschulen Voraussetzung für das Studium bestimmter Fächer ist.
Als dritte Fremdsprache können in der Jahrgangsstufe 8 im Rahmen der Mittelstufendifferenzierung Französisch, Spanisch oder Latein gewählt werden. Die Einrichtung dieser Kurse setzt allerdings eine entsprechende Gruppengröße voraus.
In der Sekundarstufe II wird Spanisch noch einmal als neueinsetzende Fremdsprache angeboten. Daneben können natürlich die Fremdsprachen, die schon in der Sekundarstufe I begonnen wurden, fortgeführt werden.

Weitere Angebote in der Mittelstufendifferenzierung
(Jahrgangsstufen 7 bis 9)

Diejenigen Schülerinnen und Schüler, die im Differenzierungsbereich keine dritte Fremdsprache lernen möchten, können stattdessen zwischen verschiedenen Fächern oder Fächerkombinationen wählen. Sie können sich z. B. entweder für einen 2-stündigen Informatikkurs oder für einen ebenfalls 2-stündigen fächerübergreifenden Kurs Naturwissenschaften, eine Kombination aus den Fächern Biologie, Chemie und Physik, entscheiden. Informationen über die aktuellen Angebote dazu finden Sie auf unserer Homepage.

Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I, die zusätzliche Unterstützung benötigen, bieten wir (ab Jgst. 5.2) Förderunterricht in den schriftlichen Fächern an. Der Unterricht findet nach einer betreuten Mittagspause in klassenübergreifenden Gruppen am Nachmittag statt.

Oberstufe

Für die Schülerinnen und Schüler mit achtjähriger Gymnasialzeit wird es eine grundsätzlich veränderte Ausbildungsordnung in der Oberstufe geben, die zum gegenwärtigen Zeitpunkt (Herbst 2009) noch in Erarbeitung ist.

Schulgebäude/Ausstattung
Das Schulgebäude und die Ausstattung

Der dreigeschossige Backsteinbau des Gymnasiums Rodenkirchen prägt zusammen mit der Aula das Straßenbild der EckeSürther Straße/Siegfriedstraße. Seit Beginn des Schuljahres 2008/2009 wird er ergänzt durch einen ebenfalls dreigeschossigen Erweiterungsbau, der sich östlich an den alten Gebäudebestand anschließt und Platz bietet für 24 zusätzliche Unterrichtsräume sowie das neue Selbstlernzentrum in der ersten Etage. Die Schule liegt nur wenige Minuten vom Zentrum Rodenkirchens entfernt und ist mit der Straßenbahnlinie 16 (Haltestelle Siegstraße) und den Buslinien 130, 131 und 135 (jeweils Haltestelle Siegfriedstraße) bequem zu erreichen.

Zu Beginn des Schuljahres 2009/10 wurde das Konzept „Lehrerraum“ für die gesamte Schule eingeführt, d.h. d i e Lehrerinnen und Lehrer unterrichten in festen Räumen und werden von den einzelnen Schulklassen „besucht“. Auf diese Weise werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass jeder Unterrichtsraum in einen Fachraum verwandelt werden kann. Dieses Modell bietet große pädagogische Chancen, weil die Förderung einzelner Schüler insofern erleichtert wird, als vielseitige Materialien im Raum vorhanden sind und somit bei Bedarf ad hoc im Unterricht eingesetzt werden können.
Lehrerinnen und Lehrer sind auch in den Fünf-Minuten-Pausen in ihren Räumen anwesend und somit für Schülerinnen und Schüler besser ansprechbar. Die gepflegte äußere Erscheinung der Räume trägt dazu bei, die Lernatmosphäre zu verbessern.
Im Erweiterungsbau sind den Unterrichtsräumen außerdem Gruppen und Materialräume zugeordnet, die den Anforderungen moderner didaktischer Konzepte entsprechen.

Für viele Fächer gibt es darüber hinaus speziell ausgestattete Räume. Einige davon sollen im Folgenden beispielhaft vorgestellt werden.
So stehen für den naturwissenschaftlichen Unterricht (Biologie, Chemie, Physik) insgesamt 10 Fachräume zur Verfügung. Die umfangreichen Sammlungen dieser Fächer sind in separaten Sammlungs- und Vorbereitungsräumen untergebracht. Auch die musischen Fächer Kunst und Musik verfügen über eigene Räume.

Seit Beginn des Schuljahres 2000/2001 steht unseren Schülerinnen und Schülern ein IT-Center mit drei Computerräumen zur Verfügung. Alle Räume sind über ein Netzwerk (Intranet) verbunden und können so auf verschiedene Serverdienste zugreifen. Ferner können z. B. Daten von Computern in den Fachräumen auf die Rechner in den Computerräumen überspielt und dann dort bearbeitet werden.

Im IT-Center findet nicht nur der traditionelle Informatikunterricht statt, sondern es steht auch für die Nutzung durch alle anderen Unterrichtsfächer zur Verfügung mit dem Ziel, bei den Schülerinnen und Schülern eine Medienkompetenz zu erreichen, die in vielen Bereichen inzwischen unabdingbare Voraussetzung für Studien- und Berufserfolg ist. Auch außerhalb der Unterrichtszeit kann das IT-Center unter Aufsicht genutzt werden.

Seit Beginn des Schuljahres 2005/2006 verfügt das Gymnasium Rodenkirchen über ein Selbstlernzentrum. Der Aufbau des SLZ stand über etwa zwei Jahre im Mittelpunkt unserer Projekte als Selbstständige Schule. Mit Hilfe von Landesmitteln speziell für dieses Projekt, die die großzügige Anschaffung von Fachliteratur, Hard- und Software sowie einen mehrmonatigen Werkvertrag für eine Bibliothekarin ermöglichten, konnten Mediathek und Bibliothek integriert und der Buchbestand aktualisiert werden. Viele Eltern haben beim Aufbau geholfen und sind auch weiterhin im Rahmen der SLZ-Aufsicht und -Betreuung tätig.
Das SLZ unterstützt mit seinen Möglichkeiten der Internetrecherche, der Arbeit mit fachspezifischer Software und mit Fachliteratur neue Formen des Lehrens und Lernens. Die Schülerinnen und Schüler können komplexere Aufgaben allein oder in Gruppen weitgehend eigenständig lösen. Lehrerinnen und Lehrer geben in diesen Lernphasen klare Arbeitsaufträge, strukturieren den Arbeitsprozess und beraten individuell. Das Kollegium nimmt an Fortbildungen teil, die diese Formen der Unterrichtsgestaltung besonders schulen. Dank der finanziellen Unterstützung des Fördervereins kann der Bestand des SLZ kontinuierlich aktualisiert und den aktuellen Bedürfnissen der Lerngemeinschaft angepasst werden.
Nach einem dreijährigen Provisorium im Souterrain zog das SLZ 2008 in die erste Etage des Erweiterungsbaus. Dort stehen in den hellen, weitläufigen Räumen auf ca. 200 m„ separate Bereiche für Einzelarbeit, Internetrecherche oder auch gemütliche Lektüre zur Verfügung, ergänzt durch einen durch eine Glaswand abgetrennten Gruppenarbeitsraum.

Für den Sportunterricht unserer Schülerinnen und Schüler gibt es zwei Turnhallen und ausgedehnte Außenanlagen mit Rasen- und Hartplätzen sowie einer Tartanbahn.
Das Rodenkirchener Hallenband, in dem der Schwimmunterricht stattfindet, liegt nur wenige Gehminuten entfernt.

Unsere Aula ist vielen Bürgerinnen und Bürgern aus Rodenkirchen und den umliegenden Stadtteilen als kulturelles Zentrum des Ortes seit langem vertraut. Nach einer umfassenden Sanierung und Renovierung ist sie mit einer großen Bühne und modernster Technik ausgestattet. Unsere Schülerinnen und Schüler nutzen sie regelmäßig für Theatervorstellungen, Filmvorführungen und Konzerte.

Im Foyer befindet sich eine Cafeteria, die in den Pausen von allen Schülerinnen und Schülern besucht werden kann. Den Oberstufenschülerinnen und -schülern steht sie auch in den Freistunden zur Verfügung.

Die neue Mensa im Nordtrakt umfasst neben einem großen gemütlichen Speisesaal für ca. 150 Personen eine Ausgabeküche und eine Spülküche. Das von einem Caterer angelieferte Essen wird unmittelbar vor dem Verzehr zu Ende gegart, so dass die Schülerinnen und Schüler eine gesunde, vitaminreiche Mahlzeit erhalten.

Pädagogische Schwerpunkte
Pädagogische Schwerpunkte

Die Vermittlung von Kenntnissen und Fertigkeiten ist der selbstverständliche Auftrag eines jeden Gymnasiums. Für uns ist aber auch eine intensive pädagogische Betreuung unserer Schülerinnen und Schüler durch alle Jahrgangsstufen hindurch ein wesentlicher Schwerpunkt unserer Arbeit. 
In fünf Konferenzen pro Schuljahr und Klasse wird über den Entwicklungs- und Leistungsstand und eventuelle erzieherische Probleme der Schülerinnen und Schüler beraten, werden pädagogische Ziele und didaktische Methoden abgestimmt und gemeinsame Unterrichtsvorhaben geplant. (Wir gehen damit erheblich über die gesetzlich vorgeschriebene Anzahl der Konferenzen hinaus.)
Jahrgangsstufenleiterinnen und -leiter (jeweils für die Jahrgangsstufen 5/6, 7/8 und 9/10) unterstützen die Beratungstätigkeit der Klassen- und Fachlehrerinnen und -lehrer. In der Oberstufe stehen zu diesem Zweck jeweils zwei Jahrgangsstufenleiterinnen oder -leiter pro Jahrgangsstufe als Ansprechpartner vor allem bei der Planung der individuellen Schullaufbahnen zur Verfügung.
Einige Besonderheiten unseres pädagogischen Konzepts möchten wir Ihnen im Folgenden genauer erläutern. 

Übergang von der Grundschule auf das Gymnasium
Wir möchten den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium möglichst sanft, angst- und stressfrei gestalten.
Dabei ist für uns eine enge Zusammenarbeit mit den Grundschulen unseres Einzugsbereichs sehr wichtig. Die zukünftigen Klassenlehrerinnen und -lehrer hospitieren in den vierten Klassen, um sich mit den Voraussetzungen der Kinder vertraut zu machen und auf mögliche Probleme vorbereitet zu sein

• Einladung der Schülerinnen und Schüler der neuen 5. Klassen vor den Sommerferien 
Der Wechsel aus der vertrauten Umgebung der Grundschule in die unbekannte, häufig als undurchschaubar empfundene Situation des Gymnasiums löst bei vielen Kindern Unsicherheit aus. Deshalb laden die Klassenlehrerinnen und -lehrer der neuen 5. Klassen die Kinder kurz vor den Sommerferien für einen Nachmittag in unsere Schule ein. Eine erste Besichtigung des Schulgebäudes sowie gemeinsames Erzählen und Spielen im neuen Klassenverband sollen helfen, eventuelle Ängste abzubauen und ein Gefühl der Vertrautheit zu vermitteln.

• Überschaubare Anzahl von Lehrerinnen und Lehrern
In der Grundschule wird der überwiegende Teil der Stunden von den Klassenlehrerinnen oder den Klassenlehrern erteilt. Um die Schülerinnen und Schüler allmählich an das Fachlehrerprinzip zu gewöhnen, unterrichten an unserer Schule die in der Erprobungsstufe eingesetzten Lehrerinnen und Lehrer möglichst mehrere Fächer in derselben Klasse. 

• Kennenlerntage der 5. Klassen
Die Kennenlerntage, die im Verlaufe der ersten vier Wochen des neuen Schuljahres für alle 5. Klassen stattfinden, sind inzwischen an unserer Schule eine bewährte Tradition. Die zweitägige Veranstaltung wird in Begleitung der Klassenlehrer oder Klassenlehrerinnen unter Anleitung zweier Erlebnispädagogen durchgeführt.
Ein Teil der Spiele und Aktivitäten geben dem Einzelnen die Chance, seine individuellen Fähigkeiten zu erfahren.
Andere Aktionen stellen die Kinder vor Aufgaben, die nur gemeinschaftlich gelöst werden können. Das Ziel ist, sich gegenseitig kennen zu lernen, Teamgeist, Verantwortung und Vertrauen zu entwickeln. Die während der Kennenlerntage gemachten Erfahrungen erleichtern den Kindern den Start an der neuen Schule.
Erhalt des Klassenverbandes in der Jahrgangsstufe 6
Nach der Wahl der zweiten Fremdsprache bleiben die gewachsenen Klassenverbände bestehen, da wir der Ansicht sind, dass erfolgreiches Arbeiten am besten in einer vertrauten Umgebung gelingt. Lediglich für die Latein- oder Französischstunden werden neue Lerngruppen gebildet.

Ordinariatsstunde
In der Ordinariatsstunde (eine Stunde wöchentlich) können die Klassenlehrerinnen und -lehrer mit ihren Klassen pädagogische, soziale oder organisatorische Probleme erörtern und klären. Diese Stunde ist vor einigen Jahren aus Ersparnisgründen vom Ministerium für Schule und Weiterbildung aus dem Stundenkontingent gestrichen worden. Wir halten die Ordinariatsstunde aber vor allem nach dem Wechsel von der Grundschule zum Gymnasium und während der beginnenden Pubertät für so wichtig, dass sie an unserer Schule für die Jahrgangsstufen 5 und 7 auch weiterhin fester Bestandteil des Stundenplans ist. Für die monatlich stattfindenden Ordinariatsstunden in den anderen Jahrgangsstufen gibt es im Terminplan festgelegte Zeiträume.

Konzept zur Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsstärkung
„Ein Konzept zur Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsstärkung hilft den Schülerinnen und Schülern, sich selbst im Umgang mit anderen zu erleben und zu reflektieren, Strategien zur Bewältigung von Krisen zu erlernen und Fähigkeiten für ein durch Toleranz geprägtes Zusammenleben zu entwickeln.“
(Schulprogramm Gymnasium Rodenkirchen)
Das in der Jahrgangsstufe 5 mit den Kennenlerntagen begonnene Programm wird in der Sekundarstufe I durch weitere, den jeweiligen Entwicklungsstufen entsprechende Projekte ergänzt. Dabei geht es z.B. um so unterschiedliche Aspekte wie „Selbst- und Fremdwahrnehmung“ (Jahrgangsstufe 6), „Partnerschaft, Liebe, Sexualität“ (Jahrgangsstufe 8) oder in dem Projekt „Die Zukunft beginnt HEUTE - Mehr Selbstverantwortung für den Lernprozess“ (Jahrgangsstufe 10) um die Schärfung des Schülerbewusstseins für den eigenen Anteil und die eigene Verantwortung am Lernerfolg. Besondere Berücksichtigung finden auch geschlechtsspezifische Aspekte. So bieten wir z.B. unseren Schülerinnen organisatorische Hilfe für die Teilnahme am GIRLS’ DAY an, um ihre Kenntnis beruflicher Perspektiven über die traditionellen Frauenberufe hinaus zu erweitern. Im Rahmen dieses Konzeptes finden jedoch nicht nur Klassenprojekte statt, sondern wir bieten Schülerinnen und Schülern sowie Eltern auf Wunsch auch individuelle Beratung, auch durch außerschulische Gesprächspartner, an, die bei persönlichen Problemen und in Krisensituationen Hilfestellung leisten kann.

Begabtenförderung
Viele Schülerinnen und Schülern lernen leicht und sehr schnell und brauchen wenig Zeit für sehr gute Erfolge. Diese Schülerinnen und Schüler beobachten wir langfristig und bieten ihnen nach eingehender Beratung derzeit folgende Fördermodelle an:

• individuelle Vorversetzung von der Jahrgangsstufe 7 in die Jahrgangsstufe 9 mit unterstützenden Brückenkursen in den schriftlichen Fächern

• individuelle Vorversetzung von der Jahrgangsstufe 10.1 in die Jahrgangsstufe 11.2.
Im Rahmen der 12-jährigen Schulzeit werden die Vorversetzungen voraussichtlich von der Jahrgangsstufe 6 in die Jahrgangsstufe 7 und von der Jahrgangsstufe 9.1 in die Jahrgangsstufe 10.2 stattfinden.

• Teilnahme am „Drehtürmodell“ ab Jahrgangsstufe 7: Die Schülerinnen und Schüler verlassen ihre Stammklasse in ausgewählten Unterrichtsstunden, um an zusätzlichen Unterrichtsveranstaltungen in anderen Jahrgangsstufen oder in parallelen Kursen des Differenzierungsbereiches teilzunehmen. In der Jahrgangsstufe 7 können z. B. zwei neue Sprachen mit jeweils der halben Stundenzahl gleichzeitig gelernt werden. Die Schülerinnen und Schüler werden ausführlich beraten und erhalten einen individuell gestalteten Stundenplan.

• Teilnahme am Programm „Schüler an die Universität“ für die Jahrgangsstufe 10 und die Oberstufe. Begabte Schülerinnen und Schüler erhalten die Möglichkeit, an ausgewählten Vorlesungen und Übungen in Fächern ihrer Wahl teilzunehmen. Dafür sind Teile eines Vormittags und eines Nachmittags pro Woche vorgesehen.

Schülerstreitschlichtung
Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 werden in einem Lehrgang von 10 bis 15 Doppelstunden zu Streitschlichterinnen/Streitschlichtern ausgebildet. Sie helfen - vor allem jüngeren - Mitschülerinnen und Mitschülern -, die Ursachen für Konflikte zu erkennen und selbstständig Lösungsmöglichkeiten zu finden und stärken dabei auch ihrer eigene soziale Kompetenz.

Übermittagsbetreuung
Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgangsstufen 5 und 6 werden von Montag bis Donnerstag in der Zeit von 13.30 Uhr – 16.00 Uhr betreut. Sie erhalten eine Mahlzeit und erledigen unter Aufsicht von zwei Betreuerinnen ihre Hausaufgaben.

Berufsorientierung
Im Verlaufe ihrer Schulzeit haben die Schülerinnen und Schüler mehrfach Gelegenheit, sich auf die Berufswelt vorzubereiten.
• Mitte der Jahrgangsstufe 10 nehmen alle Schülerinnen und Schüler an einem dreiwöchigen Betriebspraktikum teil, für das sie sich in der Mehrheit selbst je nach ihren Interessen Plätze in Betrieben suchen. Das Praktikum dient dazu, die Berufs- und Arbeitswelt durch eigene Erfahrungen kennen zu lernen und mit ihrer Wirklichkeit vertraut zu werden. Sie bereiten sich darauf nicht nur anhand der Erstellung einer Bewerbungsmappe vor, sondern trainieren auch Bewerbungsgespräche mit Unterstützung der „Jungen Unternehmer“ sowie unseres Partnerunternehmens METRO. 
• Während der gesamten Dauer der Oberstufe gibt es begleitende und unterstützende Maßnahmen zum Thema Berufsfindung. Vorberufliche Praktika werden unterstützt. Die Teilnahme an einem Berufseignungstest wird angeboten. Hinzu kommen vielfältige Informationsangebote durch Aushänge und verschiedene Zeitungen und Schriftenreihen.
• In der Jahrgangsstufe 12 erhalten die Schülerinnen und Schüler an mehreren Tagen Informationen von Mitarbeitern der Agentur für Arbeit, der Universität und der Fachhochschule zu Bewerbungsfristen, Ausbildungsmöglichkeiten, Abschlüssen etc. Im März steht ein Besuch der Messe für Ausbildung und Studium „Einstieg Abi“ in Köln auf dem Programm.
Darüber hinaus arbeiten wir im Rahmen des Projektes „KURS“ (KOOPERATION VON UNTERNEHMEN DER REGION UND SCHULE) seit 2004 u. a. in den Bereichen Lehrstellen, Praktika und Bewerbungstraining mit der METRO AG in Godorf zusammen.

Portfolio
Seit dem Schuljahr 2005/2006 gibt es an unserer Schule ein Portfolio für alle Schülerinnen und Schüler. Es dokumentiert nicht nur die schulischen Leistungen im Verlauf der Schulzeit, sondern darüber hinaus auch das spezielle Profil jeder Schülerpersönlichkeit, z. B.:
• besonderes soziales Engagement in der Streitschlichtung oder im Sanitätsdienst
• Teilnahme an Projekten, die soziale Kompetenzen und Eigenverantwortung fördern
• Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften
• Mitwirkung in der Schülervertretung
• außergewöhnliche Leistungen im Sport, in Musik und Kunst, auf der Bühne oder im Bereich redaktioneller Arbeit (Schülerzeitung/Website).
Diese Dokumentation wird immer dann von Nutzen sein, wenn Schülerinnen und Schüler zeigen möchten, dass sie neben der Erfüllung ihrer schulischen Pflichten Besonderes geleistet haben.